#Free The Internet
Eine Seite für Eltern. Damit ihr erkennt, wie Betrug, Manipulation und Grooming online wirklich aussehen, bevor eure Kinder es alleine müssen.
How To Stay Safe On The Web.
Privatsphäre fängt vor der App an, bei der Verbindung und beim Browser. Auf einer eigenen Seite zeigen wir zwei Werkzeuge, die wir selbst nutzen, und sagen ehrlich, was sie können und was nicht.
Das ganze Bild auf einen Blick.
Vier Perspektiven, die jedes Elternteil kennen sollte. Klick auf jeden Knoten und du bekommst Erklärung und ein konkretes Beispiel aus dem Alltag.
Was ist diese Seite?
#Free The Internet ist ein Aufklärungsprojekt für Eltern. Keine Software, kein Filter, keine App. Eine Seite, die zeigt, wie das Internet aus Sicht eures Kindes wirklich aussieht.
Wir sammeln und erklären die Maschen, mit denen Kinder online angesprochen, manipuliert und betrogen werden. Anhand echter Beispiele. In der Sprache, in der sie passieren.
Ihr lest hier keine Statistiken aus zweiter Hand. Ihr seht, was eure Kinder sehen.
So sieht es im echten Chat aus.
Ein realistisches Beispiel, wie ein Grooming-Versuch online beginnt. Die Red Flags sind direkt im Chat markiert. Klick auf das Bild zum Vergrößern.
Wenn die Klassen-Gruppe zur Waffe wird.
Cybermobbing passiert selten in einer einzelnen Nachricht. Es ist die Summe vieler kleiner Spitzen, oft in vermeintlich harmlosen Gruppen-Chats. Wer es einmal erkannt hat, sieht es überall.
„Lass uns lieber woanders schreiben."
Einer der häufigsten Tricks von Tätern: weg von einer öffentlichen oder moderierten Plattform, hin zu einer privaten, schwerer beobachtbaren App. Wer das Muster kennt, erkennt es sofort, auch wenn es nett verpackt ist.
Verbote schützen niemanden.
Das Internet hat echte Gefahren. Die Antwort darauf sind nicht Mauern, Sperren oder Misstrauen. Wer das Smartphone wegsperrt, sperrt nur das Gespräch weg.
Kinder gehen trotzdem online. Auf den Geräten von Freunden, im Schul-WLAN, später dann heimlich. Was sie dann fehlt, ist nicht der Zugang, sondern die Werkzeuge: einen Betrug erkennen, eine Manipulation benennen, eine Grenze setzen, Hilfe holen können.
Genau dafür gibt es diese Seite.
Sechs Muster, die Eltern kennen müssen.
Schnelle Vertrautheit
Fremde, die sich nach Minuten anfühlen wie beste Freunde. Komplimente, „du bist anders als die anderen", übertriebene Nähe.
Geheimnisse
„Erzähl es niemandem." Wer Kinder auffordert, Gespräche zu verstecken, will keine Freundschaft, sondern Kontrolle.
Isolation
Eltern, Freunde, Lehrer werden schlechtgeredet. Das Kind soll sich emotional und im Alltag wegbewegen.
Emotionaler Druck
„Wenn du mich liebst, machst du das." Schuld, Drohungen, plötzliche Stimmungswechsel sind Werkzeuge.
Eskalierende Fragen
Erst Hobbys, dann Fotos, dann mehr. Jede Antwort wird zum Hebel für die nächste, intimere Anfrage.
Plattform-Wechsel
„Lass uns auf einer anderen App reden." Weg aus moderierten Räumen, rein in unkontrollierte. Immer ein Warnsignal.
Erkennst du Red Flags im echten Chat?
Sechs realistische Snippets. Ein Klick. Sehen, ob du erkannt hast, was wirklich vor sich geht.
Fünf Schritte, die wirklich helfen.
Reden statt überwachen.
Wer Geräte kontrolliert, baut Misstrauen. Wer Gespräche führt, baut Schutz. Fragt euer Kind, was es online erlebt, ohne dass es eine Strafe befürchten muss.
Plattformen kennen.
TikTok, Snapchat, Discord, Roblox, Instagram. Ihr müsst die Apps nicht lieben. Ihr müsst aber wissen, wie sie funktionieren, wer dort schreibt und wo Privatsphäre-Einstellungen liegen.
Red Flags gemeinsam lernen.
Geht die Muster oben zusammen durch. Spielt Beispiele durch. Kinder, die Manipulation benennen können, fallen seltener darauf rein.
Klar machen: Hilfe ohne Strafe.
Der häufigste Grund, warum Kinder schweigen, ist Angst vor den Eltern. Sagt aktiv, dass sie immer kommen können, auch wenn sie selbst etwas verbockt haben. Das ist die wichtigste Versicherung, die ihr abschließen könnt.
Im Ernstfall Beweise sichern.
Screenshots machen, Profilnamen notieren, nichts löschen. Dann meldet die Plattform, geht zur Polizei, ruft eine Beratungsstelle an. Die Nummern stehen unten.
Wo eure Kinder sind, was dort passiert.
Ihr müsst die Apps nicht nutzen. Ihr müsst sie kennen. Hier die wichtigsten Plattformen mit echten Risiken und der einen Einstellung, die ihr sofort umlegen solltet.
TikTok
ab 13Endlos-Feed mit aggressivem Algorithmus. Komplett Fremde können auf jedes Profil schreiben, wenn nicht aktiv geschützt.
Snapchat
ab 13Nachrichten verschwinden, Standort wird oft live geteilt. Genau das macht es für Täter attraktiv.
Discord
ab 13Server für jedes Hobby, viele unmoderiert. Direktnachrichten von Fremden gehen standardmäßig durch.
Stories, DMs, Reels: alles vermischt. Schönheits- und Vergleichsdruck inklusive.
Roblox
ab 0, faktisch ab 6Sieht aus wie Spielzeug, ist aber eine Chat-Plattform mit Millionen Erwachsenen drin.
Klassengruppen, Familiengruppen, alles drin. Kettenbriefe und Falschinformationen verbreiten sich rasant.
Wenn euer Kind plötzlich mit Fremden spricht.
Voice-Chat in Spielen ist die Gefahr, die kaum ein Elternteil mitbekommt. Während ihr auf Bildschirme schaut, läuft Audio über Headset oder Boxen direkt durch. Kein Verlauf. Kein Screenshot. Keine Spur.
Keine Logs, keine Beweise.
Was im Voice-Chat gesagt wird, ist weg. Es bleibt nichts, was ihr später noch lesen oder vor die Polizei tragen könntet.
Stimme schafft Nähe schneller als Text.
In 5 Minuten Voice baut sich mehr Vertrauen auf als in hunderten Nachrichten. Genau diese Abkürzung nutzen Täter.
Tarnung durch Gameplay.
„Wir spielen nur." Aber die Stunden Audio nebenher sind Beziehungsaufbau. Was wie Hobby aussieht, ist oft Anbahnung.
Erwachsene sind überall drin.
In Fortnite, Roblox, Minecraft, Among Us. Es gibt keine echte Altersprüfung beim Voice-Chat. Eine 35-jährige Stimme klingt im Mikro auch nicht jünger.
Headset-Regel: nicht hinter geschlossener Tür.
Beim Spielen mit Voice darf das Headset nicht ins Kinderzimmer mit geschlossener Tür verschwinden. Familien-Raum oder offene Tür. Ohne Vorwurf, aber als Regel. Es schützt nicht vor allem, aber vor den ersten Schritten der Anbahnung.
Voice-Einstellungen kennen und setzen.
In jedem Spiel: Voice nur mit Freunden, nicht mit Fremden. Fortnite, Roblox, Discord, PlayStation, Xbox bieten das alle an, in den Privatsphäre-Einstellungen. Einmal mit dem Kind zusammen durchgehen. Nicht heimlich umstellen.
Manchmal dabei sein.
Beim Spielen nebenbei mit am Tisch, nicht überwachend, sondern interessiert. Was ihr nebenbei mithört, sagt mehr über die Gespräche eures Kindes als jede Filter-App.
Frage: „Mit wem hast du gespielt?"
Wenn das Kind nur Spitznamen oder Voice-Namen kennt, ist die Person ein Fremder, auch wenn sie sich anfühlt wie ein Freund. Diese Unterscheidung früh klar machen, bevor sie wichtig wird.
Was, wenn …
Mein Kind hat ein Nacktbild verschickt. Was jetzt?
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Mein Kind redet nicht mit mir über Online-Probleme.
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Wie früh soll ich mit Aufklärung anfangen?
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Soll ich heimlich auf das Handy schauen?
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Reichen Kindersicherungs-Apps?
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Mein Kind wurde online beleidigt oder bedroht.
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Mein Kind hat sich in eine Online-Bekanntschaft „verliebt".
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Die Begriffe, die ihr kennen müsst.
Was Eltern nicht benennen können, können sie nicht melden.
Gezielter Vertrauensaufbau durch Erwachsene, um Kinder sexuell zu missbrauchen oder zu erpressen.
Erpressung mit intimen Bildern. Drohung: zahlen oder die Bilder gehen an Familie und Freunde.
Systematische Beleidigungen, Ausgrenzung oder Bloßstellung über digitale Kanäle.
Jemand gibt sich online als andere Person aus, oft mit fremden Fotos und falschem Alter.
Betrugsversuche über gefälschte Mails, Logins oder Pop-ups, um Passwörter und Daten zu stehlen.
Veröffentlichen privater Daten (Adresse, Schule, Klarname, Familie) einer Person im Netz, um sie öffentlich angreifbar oder bedrohbar zu machen. Häufig als Rache, Druckmittel oder im Rahmen von Online-Mobs. In Deutschland seit 2021 ausdrücklich strafbar (§ 126a StGB).
KI-generierte Bilder oder Videos, die echte Menschen in erfundenen Szenen zeigen, oft sexualisiert.
Vorgetäuschte Liebesbeziehung mit dem Ziel, Geld, Bilder oder Daten zu erbeuten.
Empfehlungs-System, das immer extremere Inhalte zeigt, weil sie länger fesseln als gemäßigte.
Eltern teilen Fotos und Daten ihrer Kinder online, oft ohne deren Einverständnis. Auch ein Risiko.
Wenn etwas passiert ist.
Diese Stellen sind kostenlos, anonym und für genau diese Fälle da. Zögert nicht.
Nummer gegen Kummer
Mo bis Sa, kostenlos und anonym. Auch online und per Mail erreichbar.
Elterntelefon
Kostenlose anonyme Beratung bei Fragen rund um Erziehung und digitale Gefahren.
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
Anonym, vertraulich, kostenfrei. Für Betroffene und Angehörige.
jugendschutz.net
Meldet illegale oder grenzüberschreitende Inhalte direkt online.
klicksafe.de
Materialien, Anleitungen und Erklärungen rund um sichere Mediennutzung.
Polizei
Bei akuter Gefahr oder direkten Drohungen. Beweise vorher sichern.
Auf wessen Arbeit wir aufbauen.
- klicksafe.de EU-Initiative für Medienkompetenz. Materialien für Familien, Schulen, Pädagogen. klicksafe.de
- jugendschutz.net Bund-Länder-Stelle für Kinder- und Jugendschutz im Netz. Beschwerdestelle für illegale Inhalte. jugendschutz.net
- BKA / ZIT Bundeskriminalamt und Zentralstelle Internetkriminalität. Lagebild zu Cybergrooming, sexualisierter Gewalt und digitaler Erpressung.
- EU Kids Online Europäische Forschungsstudie zur Online-Realität von Kindern und Jugendlichen.
- JIM-Studie Jährlicher Report des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest zur Mediennutzung 12–19-Jähriger.
- Nummer gegen Kummer Beratungsstellen-Verbund für Kinder, Jugendliche und Eltern. nummergegenkummer.de